HÖRGESCHÄDIGTE
Das Musical „Stadt aus Stein“ für Hörende und Gehörlose
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Auszug aus der Zeitung "Die Gemeinde" (gekürzt)
Christen aus der Evangelischen Allianz in Essen wollen das Musical „Stadt aus Stein“ in einer Version für Hörgeschädigte auf die Bühne bringen.
Ihr Schritt ist ein Novum in der deutschen Kulturszene, teilte Projektkoordinatorin Tanja Essing jetzt der Zeitschrift „Die Gemeinde“ mit.
Das Besondere an dem Gehörlosenprojekt ist, dass 17 Hörgeschädigte als „Schattenmenschen“ in das Musical integriert werden und entweder in der Gebärdensprache das Geschehen erläutern oder sogar selbst in die Handlung involviert sind.
Es sei außergewöhnlich, dass Hörende und Nichthörende ein solches ein Projekt gemeinsam auf die Beine stellen, so Tanja Essing. Für beide Seiten sei das Vorhaben sehr arbeitsintensiv. Ziel sei es auch, „zwei Welten“ miteinander zu verbinden.
Die Hörgeschädigten sähen das Musical als Chance an, dem Publikum zu vermitteln, vor Gott alle Menschen – Hörende wie Gehörlose - eins seien.
Die Uraufführung der Hörgeschädigten-Version ist am 1.Dezember 2007 in Essen. Bisher wurde das Stück, das von 80 ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern der Essener Evangelischer Allianz auf die Bühne gebracht wird, von mehr als 3.000 Zuschauern gesehen.
Der Pastor der Altendorfer Gemeinde, Reiner Lorenz, ist begeistert von dem Musical. Er freut sich besonders darüber, dass es immer wieder mit Projektpartnern aus der Drogen- und Randgruppenszene aufgeführt wurde, so dass mit dem Stück auch Kirchendistanzierte erreicht wurden.
Klaus Rösler